Neuroeducation: Warum wir unter Stress nicht klar denken können 🧠✨
Letzte Woche hatten wir eine spannende Masterclass mit Klaus Plaschka zum Thema Nervensystem. Hier sind die wichtigsten Key Learnings, die unseren (Arbeits-)Alltag beeinflussen:
- Biologie schlägt Ratio: In Stresssituationen folgen wir alten biologischen Mustern wie Fight, Flight, Freeze oder Fawn. Das sind keine rationalen Entscheidungen, sondern Schutzmaßnahmen unseres Nervensystems, die uns daran hindern, klar und kreativ zu denken.
- Psychologische Sicherheit ist die Basis: Erst wenn wir uns in einer Gruppe sicher fühlen – also Fragen stellen und offen sein dürfen –, erhalten wir Zugang zu unserem Großhirn. Ohne diese Sicherheit ist echtes Lernen und kreatives Arbeiten biologisch kaum möglich. Das betrifft nicht nur unsere Arbeit in Teams, sondern auch Formate auf unseren Messen, die diesen sicheren Rahmen schaffen sollten.
- Ressourcen vor der Krise aufbauen: Fähigkeiten zur Stressbewältigung lernt man nicht erst, wenn es brennt. Wir müssen uns vorher einen „Werkzeugkasten“ (z. B. Sport, Meditation, Singen, Stricken, ein Spaziergang oder eine Freundin anrufen) erarbeiten, testen und aufschreiben, so dass wir in Stressmomenten darauf zurückgreifen können. Hört sich banal an, hilft aber.
- Selbstreflexion und Selbstregulierung als Führungsaufgaben: Das Nervensystem einer Führungskraft beeinflusst die ganze Gruppe (Koregulierung). Selbstregulierung ist daher kein „Nice-to-have“, sondern ein Muss für gesunde Meetings und produktive Zusammenarbeit. Wer seine eigenen Muster und Trigger kennt, kann sie auch verändern und sein Führungsverhalten von autonomen Reaktionen des Nervensystems befreien.”
Fazit: Wer sein Nervensystem versteht, arbeitet nicht nur entspannter, sondern auch klüger.
🚀 Interesse an mehr? Wir überlegen, Klaus Plaschka für einen Präsenzworkshop einzuladen. Schickt uns gern eine Nachricht, ob Ihr die Idee gut findet und wenn ihr dabei sein wollt! 📩
Juliane für das Team WIE DACH